Lovion LIFECYCLE ergänzt die Module Lovion RATING und Lovion RANKING um die Erstellung von Langfristsimulationen. Die Langfristsimulationen basieren dabei auf den in Lovion RATING definierten Betriebsmittelgruppen, spezifischen Alterungsmodellen und Schadensfunktionen. Vordefinierte Strategiearten, die bestimmte Zielvorgaben des Asset Managements erfüllen, liefern die Grundlage für die Berechnung individueller Austauschprogramme.
In Lovion LIFECYCLE fließen Daten aus verschiedenen Quellen zusammen, um Langfristsimulationen transparent und umfassend berechnen zu können. Hierzu zählen technische Informationen zu den Betriebsmitteln, aber auch kaufmännische Daten wie Kosten und Abschreibungen. Im Datenmanagement hat der Anwender zentralen Zugriff auf die spezifischen technischen und kaufmännischen Vorgaben für die Betriebsmittelgruppen. Die Darstellung der zugeordneten Schadensdaten und Zustandsinformationen ergänzen den Überblick um weitere prognoserelevante Datenquellen.
Im Lovion Asset Management erfolgt die Unterteilung der Betriebsmittel in die klassischen Betriebsmittelklassen wie beispielsweise Leitungsabschnitte und Transformatoren. Eine weitere Differenzierung erfolgt mit der Definition von Betriebsmittelgruppen, die zum Beispiel Leitungsabschnitte anhand verschiedener Materialien wie Stahl, PVC oder PE und deren Generationen untergliedern. Die in Lovion RATING definierten Betriebsmittelgruppen werden in Lovion LIFECYCLE automatisch übernommen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, neue Betriebsmittelgruppen zu definieren. Diese flexible Definition bietet die Möglichkeit, beispielsweise neue Spezifikationen von Betriebsmitteln zu berücksichtigen, die aktuell noch nicht in den Netzen verbaut sind, aber bereits für mögliche Austauschszenarien berücksichtigt werden sollen.
Die Verwendung von Varianten bietet in Lovion LIFECYCLE die Möglichkeit, für eine Betriebsmittelgruppe mehrere Parameterkonfigurationen zu erstellen und über unterschiedliche Variantenbezeichnungen abzugrenzen. Das Anlegen mehrerer Varianten bietet somit die Möglichkeit zur Durchführung von Sensitivitätsanalysen. Praktische Beispiele sind die Definition unterschiedlicher Alterungsmodelle sowie Schadensfunktionen zur Berechnung von Best-Case-, Average-Case- und Worst-Case-Szenarien. Modellsimulationen auf Basis unterschiedlicher Varianten können miteinander verglichen werden.
Die Reha-Matrix spielt für die Berechnung von Strategiesimulationen eine wichtige Rolle. In der Reha-Matrix legt der Anwender fest, mit welchem Typ oder Material eine oder mehrere Betriebsmittelgruppen im Falle einer Erneuerung ersetzt werden. Die Reha-Matrix basiert dabei auf bestehenden oder neuen Betriebsmittelgruppen mit ihren spezifischen technischen und kaufmännischen Eigenschaften. Diese Funktion erweitert die Strategiesimulation um konkrete Informationen zur Entwicklung von Netzen und Anlagen im Planungs- und Prognosezeitraum.
Für die transparente Darstellung der konfigurierten Betriebsmittelgruppen und Varianten in Lovion LIFECYCLE steht dem Anwender eine zentrale Übersicht der spezifischen Einstellungen zur Verfügung. In interaktiven Diagrammen lassen sich zentrale Ausprägungen der Alterungsmodelle, Nutzungsdauern und Schadensfunktionen schnell und gezielt vergleichen. Exportfunktionen ermöglichen eine weitergehende Nutzung und Auswertung.
Für die schnelle und transparente Auswertung und Darstellung der Ausgangsdaten bietet Lovion LIFECYCLE ein integriertes Modul. Auf Grundlage von praxisbezogenen, vordefinierten Abfragen erfolgt die Darstellung der Ergebnisse in einem interaktiven Menü. Die Präsentation der Ergebnisse erfolgt in übersichtlichen Diagrammen und Listen. Alle Einstellungen erfolgen per Mausklick, ebenso wie die Exporte in gängigen Office-Formaten.
Das Modul zur Berechnung von zukünftigen Schadensraten in Lovion RATING AGING basiert auf dem Konzept, historische Schadensdaten als Grundlage für eine zukünftige Schadensentwicklung heranzuziehen. Liegen keine dokumentierten Schadensdaten vor, ist die Ableitung von Schadensfunktionen zum Beispiel anhand von Schadensfunktionen der Fachverbände oder wissenschaftlicher Publikationen möglich. Für eine differenzierte Abbildung der Schadensdynamik kann die Schadensfunktion in bis zu drei Phasen untergliedert werden. Für jede der Phasen ist die Festlegung eines eigenen Funktionsgrafen möglich.
Funktionaler Kern von Lovion LIFECYCLE sind die Strategiesimulationen, die für die Betriebsmittelgruppen und Varianten errechnet werden. Für die Abbildung verschiedener Szenarien stehen sechs Grundstrategiearten in Lovion LIFECYCLE zur Verfügung. Spezifische Parametrisierungen der einzelnen Strategiearten erlauben eine Berechnung nach individuellen Vorgaben. Zu den Strategiearten zählen:
Bei hierarchisch aufgebauten Betriebsmittelklassen können auch kombinierte Eltern-Kind-Strategien simuliert werden.
Jede Strategiesimulation liefert einen umfassenden Satz technischer und kaufmännischer Kennzahlen als Ergebnis der Berechnung. Übersichtlich angeordnet mit interaktiven Auswahllisten und Filtern stellt Lovion LIFECYCLE die Ergebnisse in zentralen Dialogen bereit. Die Präsentation der Ergebnisse ist dabei für alle Strategiearten identisch. Dies fördert nicht nur die Übersicht, sondern erlaubt einen schnellen und transparenten Vergleich verschiedener Strategiesimulationen. Der Export der Ergebnisse in Form von Diagrammen und Wertelisten erfolgt ebenfalls an zentraler Stelle.
Jede Strategiesimulation liefert umfassende Ergebnisse zur Prognose der Rehabilitation, das heißt zum Austausch der Betriebsmittel, dem Zustand und der Kostenentwicklung unter Berücksichtigung von Inflation und Diskontsatz (Barwertbetrachtung). In Lovion LIFECYCLE besteht die Möglichkeit, die Ergebnisse von zwei oder mehreren Strategiesimulationen zu vergleichen. Für den Vergleich stehen dem Anwender aussagekräftige Diagramme oder Tabellen zur Verfügung, die über Exportfunktionen in weiteren Programmen verwendet werden können.
Strategiesimulationen in Lovion LIFECYCLE betrachten zunächst immer Betriebsmittelgruppen mit ihren Varianten. Der Bezug zum einzelnen Betriebsmittel ist über die Verknüpfung mit der Prioritätenliste aus Lovion RANKING jederzeit gegeben. Eine wichtige Kennzahl aller Strategiesimulationen ist das Rehabilitierungsjahr (Reha-Jahr), das den Austausch des Betriebsmittels anhand der durchgeführten Strategiesimulation berechnet. Dieses Reha-Jahr wird für jedes Betriebsmittel berechnet. Hat sich der Anwender für eine Strategie entschieden, kann das errechnete Reha-Jahr automatisch an die Betriebsmittel der Lovion RATING Datenbank übertragen werden. Diese konsequente Integration eröffnet die Möglichkeit, aus den Ergebnissen der Langfristprognose konkrete Maßnahmen in den Prozessmodulen wie Lovion PROJECT und Lovion INVEST abzuleiten. Darüber hinaus können in Lovion PROJECT definierte Erneuerungsprojekte mit vorgegebenen Umsetzungsjahren innerhalb der Strategiesimulationen berücksichtigt werden.
In Lovion LIFECYCLE lassen sich zustandsorientierte Strategiesimulationen mit Hilfe von Markov-Alterungsmodellen erstellen. Unterstützt durch einen interaktiven Wizard wird das Zustandsmodell anhand der einzelnen Zustandsklassen definiert. Umfassende Validierungsfunktionen unterstützen den Anwender bei der Prüfung des Modells anhand der vorliegenden Quelldaten. Die Zustandsprognose berechnet für einen Prognosehorizont die Zustandsentwicklung. Anhand der errechneten Zustandsklasse kann die Restnutzungsdauer für jedes Betriebsmittel bestimmt werden. Die Überführung dieser Werte in die Bewertungsdatenbank von Lovion RATING erfolgt bei Bedarf automatisch. Aufbauend auf den erstellten Markov-Modellen kann auch hier eine erweiterte Strategiesimulation aufgebaut werden mit Vorgaben für Austauschprogramme und Budgets.
Lovion LIFECYCLE liefert umfassende Ergebnisse zu Betriebsmittelgruppen, Statistiken und den Strategiesimulationen. In einem integrierten Funktionsmodul lassen sich automatisierte Ausgaben der Projektergebnisse als Excel- und PowerPoint-Dateien erstellen. Auf Grundlage von wiederverwendbaren Vorlagen, sogenannten Templates, erfolgt die automatische Erstellung der Berichte und Präsentationen über konfigurierbare Einstellungen. Die gespeicherten Einstellungen erlauben eine schnelle und strukturierte Ausgabe nach den Anforderungen des Anwenders.
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