Projektbericht GGEW

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Einführung der digitalen Tachymetervermessung

Die GGEW, Gruppen-Gas- und Elektrizitätswerk Bergstraße Aktiengesellschaft (GGEW AG) in Bensheim setzte seit einigen Jahren für die mobile Auskunft den Location Viewer ein. Anfang des Jahres wurde das System erfolgreich auf den Nachfolger Lovion BIS umgestellt. Zeitgleich wurde das Vermessungsmodul Lovion SURVEY eingeführt. Die neuen Betriebsmittelobjekte werden damit nun direkt im Außendienst erzeugt.

Bild von links:
Mirco Schiffler (Lovion), Christoph Dziendziel, Matthias Frank, Florian Milde, Fred Kaltwasser, Carmelo Torre

Einführung der Lovion Module

Die GGEW AG nutzt seit 2006 die Basis für die Auskunft an 20 Arbeitsplätzen inkl. einer direkten Anbindung ans Netzleitsystem. Aufgrund der guten Erfahrungen wurde nun auch das Vermessungsmodul Lovion SURVEY eingeführt.

Konfigurierte Objektarten

Für die verschiedenen Sparten Gas, Wasser, Strom und Topographie sind unterschiedliche Objektarten für die Erfassung vorkonfiguriert. Im Bereich Gas sind für die Druckstufen Hochdruck und Niederdruck die verschiedenen Leitungsabschnitte und Einbauteile (z.B. Armatur, Strömungswächter, Schieber) als Objektart hinterlegt. Für die Sparte Wasser sind die Leitungsobjekte und Einbauteile für die Versorgung und der Anschluss getrennt konfiguriert. Die Objektarten für das Kabelnetz unterteilen sich in die Bereiche Niederspannung, Mittelspannung, Fernmelde und Beleuchtung. Des Weiteren stehen dem Anwender noch allgemeine Punkt-, Linien- und Flächenobjekte für die Topographie zur Verfügung.

Eingesetzte Geräte

Als vermessungstechnische Ausrüstung werden ein Tachymeter von Geodimeter und ein robuster Feldrechner als mobiler Tablet-PC eingesetzt. Das Messgerät ist über ein serielles Kabel mit dem Feldrechner verbunden.

Eingesetzte Vermessungssoftware

Neben Lovion SURVEY wird der Trimble Survey Manager (TSM) eingesetzt, der die Verbindung und Steuerung des Tachymeters übernimmt. Über eine interne Schnittstelle werden die Messdaten an Lovion SURVEY übergeben.

Darstellung der Rechenergebnisse

An einer Baustelle wird zuerst mittels freier Stationierung der neue Standpunkt des Tachymeters bestimmt. Für die Stationierung werden für das Messgebiet vorab die Anschlusspunkte automatisch aus der Datenbank ermittelt. Alle neuen Objekte werden nun erfasst. Bevor die Messung zu einem Neupunkt ausgelöst wird, wird die aktuelle Objektart in der Liste aktiviert. Über die Messdialoge in TSM erfolgt dann die Messung. Die aus den polaren Messwerten berechnete Koordinate wird über die Schnittstelle an Lovion SURVEY automatisch weitergegeben. Hier erfolgt die Zuordnung dieser Koordinate zum aktiven Objekt. In der Karte wird dann das neue Betriebsmittel angezeigt.

Erstellung der digitalen Feldbücher

Im Innendienst werden die neuen Daten zunächst mit dem Server synchronisiert. Am normalen Arbeitsplatz stehen damit die neuen Daten ebenfalls zur Verfügung und das Projekt kann weiterbearbeitet werden. Die neu erfassten Objekte werden überarbeitet und mit weiteren Sachdaten versehen. Im Feldbuchmodus wird das digitale Feldbuch aus den Objektgeometrien abgeleitet. In diesem Modus sind alle Geometrien freigegeben und können entzerrt dargestellt werden. Die neuen Objekte werden mit orthogonalen Maßen ergänzt und abschließend in eine PDF-Datei gedruckt.

Rückimport ins Smallworld GIS

Als weiteres Ergebnis der Messung werden die Objektdaten und Koordinaten direkt aus Lovion SURVEY als XML-Datei für die Schnittstelle zum Smallworld GIS exportiert. Mit dem Integration Manager werden für die endgültige Dokumentation im Smallworld GIS diese Informationen übernommen und die zugehörigen Fachschalenobjekte erzeugt. Bei diesem Arbeitsschritt werden die Daten zunächst in einer Unteralternative eingespielt, dort geprüft und manuell ergänzt bzw. überarbeitet. Im Anschluss erfolgt dann der Abschluss der Fortführung mit dem Senden in die Hauptalternative.

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