Projektbericht EWF

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Standardisierung der Prozesse und Anwendungen im technischen Bereich

Die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF) liefert im Landkreis Waldeck-Frankenberg und in den umliegenden Städten und Gemeinden Strom, Erdgas, Wärme und Wasser an mehr als 90.000 Haushalte. Im Zuge eines Projektes zur Standardisierung der Prozesse und Anwendungen im technischen Bereich hat die EWF das Lovion BIS als Betriebsführungssystem integriert in die bestehende IT-Landschaft eingeführt.

Bild von links:
Sebastian Kunze (ITS), Matthias Fetsch (comapro GmbH), Andreas Clobes, Rainer Groß, Michael Werlich, Patrick Otto, Dennis Bangert (alle EWF)

Es fehlt:
Alexander Iske (EWF)

Ausgangssituation

Im technischen Bereich der EWF wurde in den letzten 20 Jahren eine heterogene Systemlandschaft aufgebaut, die geprägt von Eigenentwicklungen und Drittanbietersystemen war. Dies führte zu einem hohen Pflegeaufwand. Die vorhandenen Anwendungen waren wenig flexibel und konnten bei Mitarbeiterbewegungen und organisatorischen Änderungen nur schwer bzw. sehr aufwändig nachgeführt werden, so dass sich pro Sparte eine eigene Welt etablierte.

Projektziele

Im Zuge der Standardisierung der Prozesse und Anwendungen im technischen Bereich wurden die vorhandenen Insellösungen mit den vielen spezialisierten Anwendungen durch das Lovion BIS als Gesamtsystem abgelöst und in die bestehende Systemlandschaft integriert. Die Datenerfassung erfolgt nun entlang der Geschäftsprozesse, womit Transparenz in die Abläufe einzieht und ein Kosten- und Aufwandscontrolling einfacher durchzuführen ist.

Entscheidung pro Lovion

Die Entscheidung zur Einführung des Lovion BIS hatte mehrere Gründe. Neben der vollständigen Offline-Fähigkeit des Systems sprach auch das benutzerfreundliche Design und Handling mit vollständiger Kartenintegration dafür. Lovion passt gut in die EWF-Systemlandschaft.

Schnittstellen

Zur Umsetzung der technischen Prozesse holt sich das Lovion BIS die notwendigen Prozessdaten aus ESRI und SAP. Zu beiden Systemen sind Standard-Schnittstellen vorhanden, so dass die Einführung mit überschaubarem Aufwand realisiert werden konnte.

Zentrale Adressdatenbank

Im Zuge der Lovion Einführung sollte auch die Anforderung nach einer zentralen Adressdatenbank erfüllt werden. Dieser Wunsch stammte aus der Zeit, in der die Hausanschlussprüfungen aus SAP getriggert wurden. Bislang war noch keine Datenbank für Netzanschlüsse in der Sparte Gas vorhanden, weshalb auch keine Verknüpfung zwischen kaufmännischer und technischer Welt hergestellt werden konnte. Dies wurde nun geändert und die Daten aus SAP für die technischen Prozesse hinzugezogen, so dass sich nun die betroffenen Letztverbaucher bei Störungen ermitteln lassen.

Hausdruckregler-Wechsel-Prozess

Neue Hausdruckregler werden bei Anlieferung im Lager zunächst manuell mit der Seriennummer erfasst und mit einem QR-Code versehen. Beim turnusmäßigen Wechsel des Hausdruckreglers oder ad-hoc vor Ort bei der Netzanschlussprüfung wird der QR-Code dann eingescannt und darüber das Betriebmittel identifiziert. Im Anschluss erfolgt die Synchronisierung und Validierung mit dem Bestand. Denn es dürfen nur Hausdruckregler eingebaut werden, die gültige Seriennummern aufweisen, die jeweils bei Anlieferung im Lager erfasst und eingescannt wurden.

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