Projektbericht STAWAG

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Zentraler ASSET-Pool zur Prozessunterstützung im Netzservice

Die STAWAG hat Betriebsmittelinformationen aus ihren Produktionssystemen wie Smallworld GIS, SAP und Fachapplikationen über das Lovion BIS in einem zentralen ASSET-Pool zur Verfügung gestellt. Damit können Informationen zu den technischen Assets im Kontext der Geschäftsprozesse beauskunftet werden. Über 250 Anwender im Netzservice nutzen diese ganzheitlichen Auskunftslösung mit wachsender Begeisterung.

Bild von links:
Dieter Sündermann, Andreas Ziemons, Norbert Timmers, Frank Will

Ausgangssituation

Die STAWAG nutzt zur Verwaltung ihrer Betriebsmittel verschiedene Produktionssysteme. Bislang fehlte aber eine Möglichkeit, die Betriebsmittelinformationen in einem einheitlichen Auskunftssystem zur Verfügung zu stellen.

Auswirkungen des ASSET-Pools

Mit dem Konzept eines zentrale ASSET-Pools, der Informationen zu den Betriebsmitteln ganzheitlich, im Kontext der Geschäftsprozesse zur Verfügung stellt, wurde eine solche Möglichkeit geschaffen. Die wesentlichen Betriebsmittelinformationen aus den Produktionssystemen werden kontinuierlich in Lovion BIS repliziert (teilredundant) und dort in den Kontext des Assets eingefügt (gemappt). Wesentlich meint: diejenigen Asset-Informationen, die im Kontext eines Geschäftsprozesses zur Verfügung stehen müssen. Der ASSET-Pool ist zugleich eine Rückfallebene, falls ein Produktionssystem ausfällt (robust). Die notwendigen Informationen für die Arbeiten an den Assets sind dann im Auskunftssystem weiterhin verfügbar.

Voraussetzungen

Die Datenmodelle für die verwendeten Medien liegen im ASSET-Pool vor. Sie sind veränderbar und überstehen System-Migrationen. Das Mapping der verschiedenen Asset-Informationen ist in (technisch) einfacher Form möglich.

Vorteile des ASSET-Pools in Lovion

Der Aufwand der Datenintegration ist gering. Und der ASSET-Pool kann kombiniert eingesetzt werden: stationär, mobil, online, offline. Die Bedienung ist einfach und es macht Spaß, mit der Anwendung zu arbeiten.

Regeln im Umgang mit den Assets

Damit die Datenqualität erhalten bleibt und der Kontext der Information in den Fachabteilungen von allen gleich verstanden wird, war die Aufstellung von Regeln im Umgang mit den Asset-Daten notwendig. Darin wurde festgelegt, dass jeder Kontakt an einem technischen Objekt dokumentiert wird und zu einer neuen Zustandsbeschreibung des zugehörigen Assets führt. Die Beschreibungstiefe verläuft von außen (Hülle) nach innen und von grob nach detailliert. Mit diesen definierten Regeln gelang es, die Denkrichtung der Fachabteilung mit der Denkrichtung des Informationsmanagements zusammenzuführen, so dass nun alle von einer einheitlichen Datensicht profitieren.

Ausblick

Gestartet wurde der Asset-Pool mit der GIS-Auskunft aller Medien und den Asset-Informationen zu Netzstationen. Erste Erweiterungen auf neue Netzgebiete sind erfolgt, für die Medien Fernwärme und Gas stehen Datenübernahmen an. Für den Datenimport aus SAP wird derzeit eine Systematik zur Erweiterung der Anbindung entwickelt. Für die Nutzung von weiteren Fachanwendungen werden ebenfalls Systematiken entwickelt, um auch diese Daten demnächst zentral im ASSET-Pool unternehmensweit zur Verfügung zu stellen. Zukünftig soll der Asset-Pool mit Hilfe von Lovion APP auf dem iPad lokal gespeichert an jedem Ort des Netzes zur Verfügung stehen.

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