Projektbericht SWK NETZE GmbH

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Strukturierung des Asset-Managements bei der SWK in Krefeld

Die SWK NETZE GmbH (SWK) aus Krefeld nutzt seit 2006 den Asset-Monitor der ITS, um ausgehend von einer Ortsnetzstation die Stromversorgungsnetze ganzheitlich zu bewerten. Nur mit diesem geographisch-topologischen Ansatz ist es möglich, das jeweilige 10 kV / 0,4 kV Netz in die Bewertung der Ortsnetzstationen einzubeziehen. Diese ganzheitliche Methodik wird nun auch in den Lovion-Modulen umgesetzt.

Bild von links:
Marc Zimmermann, Björn-Ingolf Maaßen, Dennis Mellen, Sascha Rommel (Lovion), Hermann-Josef Kroon, Andreas Egger (ITS)

Aufgaben des Asset-Managements

Die SWK aus Krefeld unterscheidet die notwendigen Tätigkeiten im Bereich Asset-Management in strategische, regulatorische und operative Aufgaben.

Strategisches Asset-Management

Das strategische Asset-Management der SWK erarbeitet den langfristigen, ganzheitlichen und spartenübergreifenden Ansatz für die Bewirtschaftung und –optimierung der Assets in Krefeld und den weiteren Konzessionsgebieten. Dies erfolgt mittels Simulation über einen Zeitraum von bis zu 40 Jahre auf der Basis der Modellierung von Alterungsketten zu allen relevanten Betriebsmittelgruppen (siehe Bild rechts oben). Die dazu erforderlichen Parameter der jeweiligen Assets sind abgeleitet aus spezifischen Daten der SWK und im System hinterlegt. Somit können die Auswirkungen der verschiedenen Strategien durch den Vergleich der erforderlichen jährlichen Investitionen (CAPEX) mit dem daraus resultierenden Aufwand (OPEX) und Ausfallrisiko dargestellt werden.

Regulatorisches Asset-Management

In die langfristige, strategische Asset-Bewertung müssen die mittelfristigen Ansätze des regulatorischen Asset-Managements über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren einfließen. Zwar werden die Kernaussagen der strategischen Vorgaben durch diese mittelfristigen Planungen nicht grundsätzlich in Frage gestellt, aber es besteht durchaus die Möglichkeit, den Investitionszeitpunkt im Rahmen der technischen Möglichkeiten zeitlich zu optimieren.

Operatives Asset-Management

Die lang- und mittelfristigen Strategien des strategischen und des regulatorischen Asset-Managements werden als Zielnetzplanung in der Wirtschaftsplanung der SWK über einen Zeitraum von 6 Jahren festgeschrieben. Mittels der Werkzeuge von ITS und Lovion kann das operative Asset-Management der SWK die konkreten Maßnahmen eines Jahres planen und sie dann als Baumaßnahme mit Lovion PROJECT projektieren und umsetzen.

Das operative Asset-Management der SWK wird mit diesen Modulen schon nachhaltig unterstützt. Die ganzheitliche Erneuerung von Stromnetzen wird ausgehend von der Ortsnetzstation nach RCM-Systematik entwickelt. Neben den rein operativen Maßnahmen ist die permanente, systemunterstützende Ermittlung des Netzzustands, also die Ermittlung des langfristigen Mittelbedarfs, die zentrale Aufgabe des strategischen Asset-Managements. Nur dadurch können zu jedem Zeitpunkt die Wechselwirkungen von Investitionsstrategien auf Instandhaltungskosten, Netzentwicklung und Ausfallrisiko dargestellt und bewertet werden.

Systemunterstützung

Ein Werkzeug zur Unterstützung des strategischen Asset-Mangements wurde von der SWK auf Excel-Basis bereits entwickelt und wird seit mehreren Jahren erfolgreich eigesetzt. Allerdings müssen für jede Simulation die Rohdaten aus den Quellsystemen übertragen werden. Nun sollen diese Algorithmen direkt in ein eigenständiges Lovion-Modul integriert werden. Der Vorteil von Lovion LIFECYCLE besteht darin, dass auf alle Daten zurückgegriffen werden kann, die im Smallworld GIS und in Lovion BIS hinterlegt sind oder diesen Systemen über Schnittstellen zur Verfügung gestellt werden.

Ausblick

Da bei der SWK alle anderen relevanten Systeme (SAP PM, SAP IS-U und SCADA) mit dem GIS verbunden sind, wird es in Zukunft möglich sein, mit Lovion LIFECYCLE alle Auswertungen und Simulationen unmittelbar auf den aktuellen Datenbeständen durchzuführen. Außerdem wird man nicht nur den Investitionsbedarf darstellen, sondern auch den Zustand und die örtlichen Lage der Betriebsmittel im topologischen und funktionalen Zusammenhang visualisieren können. Damit lassen sich die spartenübergreifenden Baumaßnahmen identifizieren und gemeinsam durchführen.

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